Hier arbeitet und lebt es sich gut

Blaustein wurde im Jahr 2014 in den Rang einer Stadt erhoben und ist nach Ulm die zweitgrößte Stadt des Alb-Donau-Kreises. Die 15.000 Einwohner verteilen sich auf 10 Ortsteile, die bis 1810 zu verschiedenen Herrschaften gehörten und überwiegend landwirtschaftlich geprägt waren. Ihren Namen verdankt die Stadt unter anderem dem Fluss Blau, der gemeinsam mit der Lauter die Ortschaft durchquert. Das Blausteiner Gebiet war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Tal der Blau, nah dem Ortsteil Ehrenstein, wurde 1952 ein Dorf aus der Jungsteinzeit entdeckt, das 2011 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Für Blaustein ist die unmittelbare Nähe zu Ulm und Neu-Ulm als Innovationsstandort bedeutend. Die Region um Ulm/Neu-Ulm gehört zu den 30 wirtschaftlich stärksten Gebieten Deutschlands. Und so ist hier in der Donau-Iller-Region nicht zuletzt auch die Lebenszufriedenheit der Bevölkerung ausgesprochen hoch!

Die schönsten Sehenswürdigkeiten

Das Ulmer Münster

Weithin sichtbar reckt sich das im gotischen Baustil errichtete Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt 161,53 Meter in den Himmel. Vom Turm aus eröffnet sich ein prächtiger Panoramablick auf das baden-württembergische Ulm und das bayerische Neu-Ulm – und bei guter Sicht auf die malerische Alpenkette. Der Bau des Münsters begann 1377, 1543 war der Kirchenbau im Wesentlichen abgeschlossen und 1890 der des Turms vollendet. Das Ulmer Münster ist täglich zu besichtigen. Öffnungszeiten und mehr.

Das Ulmer Rathaus

Das Ulmer Rathaus, eines der bauhistorisch wertvollsten Gebäude der Stadt und mit prachtvollen Fresken, wurde in der Frührenaissance errichtet und erfuhr später mehrere Umbauten. Berühmt ist seine kunstvoll mit Edelsteinen verzierte astronomische Uhr aus dem Jahr 1520. Der Erfinder, Flugpionier und berühmte »Schneider von Ulm«, Albrecht Ludwig Berblinger (1770–1829), wird im Lichthof des Rathauses gewürdigt, wo ein Nachbau seines legendären Hängegleiters zu bestaunen ist.

Das Fischer- und Gerberviertel

Wo die Blau in die Donau mündet, erstreckt sich das bekannteste Altstadtviertel Ulms, das Fischer- und Gerberviertel. Im Mittelalter siedelten hier überwiegend Handwerker, wovon noch heute viele Bauten zeugen. Hier befindet sich laut Guiness-Buch der Rekorde auch das schiefste Hotel der Welt, das Schiefe Haus. Aber auch die Ulmer Münz und das Kässbohrersche Haus in unmittelbarer Nachbarschaft sind bemerkenswerte Gebäude. Heute befinden sich in dem liebevoll restaurierten Altstadtviertel Restaurants, Galerien und kleine Geschäfte.

Das Schiefe Haus

Das auffällige Fachwerkhaus entstand im 14. Jahrhundert und erhielt erst nach und nach seine fünf Stockwerke. Es liegt am Fuß der Staufermauer und sowohl an als auch über der Blau. Wegen seiner schrägen Verstrebungen ragt es ab dem ersten Stockwerk zum Teil über den Fluss. Im Keller reparierten die Fischer ihre Netze. Archäologen vermuten, dass sich im Keller auch Fischkammern mit einer natürlichen Frischwasserzufuhr befanden.

Seit 1995 wird die Sehenswürdigkeit als Hotel genutzt.

Das Schwörhaus

Ulm hat viele Sehenswürdigkeiten, aber am Schwörhaus, dem heutigen »Haus der Stadtgeschichte« mit dem Stadtarchiv, kommt man nicht vorbei. Hier wird immer am vorletzten Montag im Juli der »Schwörmontag« zelebriert – ein Ulmer Feiertag, der auf einen Machtstreit zwischen Patriziern und Zünften um die Stimmrechte im Stadtparlament der damals Freien Reichsstadt Ulm zurückgeht. 1397 wurde dieser Streit mit dem »Großen Schwörbrief«, der ältesten Stadtverfassung Deutschlands, beigelegt.

Die Bundesfestung Ulm

In Ulm befindet sich Europas größte Festungsanlage. Sie ist eine von fünf Festungsanlagen, die vom Deutschen Bund finanziert und 1859 fertiggestellt wurden. 2009 begingen Ulm und Neu-Ulm das 150-jährige Jubiläum der Vollendung der Bundesfestung. Im Stadtgebiet und Umfeld sind zahlreiche Gebäude der Bundesfestung erhalten, so beinahe alle Forts wie die Wilhelmsburg und der Obere Kuhberg und fast die gesamte Stadtumwallung zwischen Wallstraßenbrücke und Eythstraße. Mehr hier.

Die Stadtmauer mit dem Metzgerturm

Ulm hat nicht nur ein Schiefes Haus, sondern auch einen schiefen Turm, der zur 1482 mitten in der Donau errichteten Stadtmauer gehört. Die Stadtmauer führt entlang der Donau von der Bastion Lauseck am Fischer- und Gerberviertel, vorbei am schiefen, 36 Meter hohen Metzgerturm, am Schiffsanleger und am Rosengarten bis zur Friedrichsau, Ulms größtem Vergnügungspark. Bei einem Rundgang auf der Stadtmauer blickt man über die Donaulandschaft und auf Neu-Ulm. Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein.

Die »Neue Mitte« am Münsterplatz

Durch das Bombardement im Zweiten Weltkrieg wurde die westliche Innenstadt vom Münster bis zum Hauptbahnhof ganz und gar zerstört. Zu Beginn der 2000er-Jahre wurde durch den Bau der »Neuen Mitte« am Münsterplatz das Stadtbild wieder geschlossen. Zur »Neuen Mitte« gehören das Stadthaus Ulm, das »Haus der Sinne«, das Sparkassen-Gebäude, die Kunsthalle Weishaupt, die neue Stadtbibliothek in Form einer gläsernen Pyramide und der Neubau der traditionsreichen »Oberen Stube«.

Das Stadthaus

Der moderne Baukörper des Stadthauses mit seiner stechend-weißen Fassade wurde von dem New Yorker Architekten Richard Meier entworfen. Es ist – neben dem Ulmer Münster – das zentrale Gebäude auf dem Münsterplatz und wurde 1993 eröffnet. Hier werden Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst sowie zu Architektur und Zeitgeschichte präsentiert. Seit 1996 organisiert das Stadthaus jedes Frühjahr ein Festival für Neue Musik und fördert junge Künstlerinnen und Künstler. Im Erdgeschoss befindet sich die Tourist-Information, Öffnungszeiten hier.

Kloster Wiblingen

Das Benediktinerkloster Wiblingen an der Oberschwäbischen Barockstraße wurde 1093 gegründet. Heute sind darin Bereiche des Universitätsklinikums Ulm untergebracht.

Weithin berühmt sind der prachtvolle barocke Bibliothekssaal mit seinem reichen Schmuck aus Fresken und Skulpturen und die wunderbare Kirche des ehemaligen Klosters. Außerdem lohnt sich ein Besuch im »Museum im Konventbau«, das das Leben der Untertanen im Klosterstaat thematisiert. Infos hier.

Synagoge Ulm

Am Weinhof, wenige Meter neben dem Standort der alten Ulmer Synagoge, die in den Novemberpogromen 1938 zerstört wurde, steht seit 2012 die neue Synagoge. Sie wurde nach Entwürfen der Kölnerin Susanne Gross errichtet. Das Gebäude beherbergt eine Mikwe (Ritualbad), einen Kindergarten, einen Versammlungssaal und eine Bibliothek und gehört der orthodox ausgerichteten Israelitischen Religionsgemeinschaft in Württemberg. Hinweise für Besucher hier.

Der Botanische Garten

Der 28 Hektar große Botanische Garten der Universität Ulm wurde 1981 gegründet und ist einer der größten Universitätsgärten Deutschlands. Er erstreckt sich vom Oberen Eselsberg bis ins Lehrer Tal. Themengärten wie unter anderem der Apothekergarten, der Tagliniengarten, der Bauerngarten und das Farntal, aber auch das Rosarium, die Streuobstwiese und die Dreifelderwirtschaft bieten Naturfreunden etwas zum Schauen, Fühlen, Riechen und Lernen. Etwa 700 verschiedene Gehölze kann man im Arboretum bestaunen. Der Weg führt auch durch Wälder und über Wiesen. Infos für Besucher hier.

Steinzeitdorf Ehrenstein

In Blaustein, nahe dem Ortsteil Ehrendorf, wurde an einer ehemaligen Flussbiegung eine jungsteinzeitliche Siedlung mit etwa 45 Häusern und Hinweise auf eine Manufaktur gefunden. Erhalten sind komplette Hausplätze mit Fußböden, Feuerstellen und Öfen. Seit 2011 ist das Steinzeitdorf Ehrenstein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes »Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen«. Derzeit entsteht um die historische, nicht begehbare Siedlung herum der Steinzeitpark Blaustein. Hier sollen die archäologischen Funde sichtbar sowie Arbeit und Leben der Menschen in dieser Region vor 6000 Jahren erlebbar gemacht werden. Infos und Auskünfte über Führungen hier.